„In der Wüste der Moderne“ – Im Haus der Kulturen der Welt wird das Projekt einer koloniale Planung und danach, vorgestellt

Ausstellung vom 29.08.2008 - 02.11.2008

Im Haus der Kulturen der Welt in Berlin stellt das Projekt „In der Wüste der Moderne“ Architekturen und urbanistische Konzepte vor, die in den 1950er und 1960er Jahren in Nordafrika und Westeuropa unter den Bedingungen anti-kolonialer Befreiungskämpfe und transnationaler Migration entwickelt wurden. Mit einer Ausstellung, zahlreichen Begleitveranstaltungen und einer internationalen Konferenz wird die Geschichten der Bewohner, Architekten, Kolonialverwalter und Wissenschaftler erzählt, die in die Auseinandersetzung um Moderne und Modernisierung involviert waren.

Am Beispiel konkreter Bauprojekte wird die Katalysator- und Durchgangsfunktion Nordafrikas und des Mittelmeerraums deutlich. „In der Wüste der Moderne“ erschließt bislang wenig bekannte Wechselwirkungen. Die kolonialen Umsiedlungspolitiken haben Städte, Lebensweisen und Architekturdiskurse sowohl in Nordafrika wie auch in Europa radikal verändert.

Diese geschichtliche Entwicklung wird in der Ausstellung an Hand von Architekturmodellen, Fotografien, Grafiken und Plänen von George Candilis, Le Corbusier, u.a. ebenso deutlich wie an Hand von Zeitdokumenten, Interviews oder selten gezeigtem Wochenschau- und Filmmaterial. Für die Ausstellung werden zudem neue Arbeiten des Filmemachers Mogniss Abdallah aus Paris, des Medienkollektivs labor k3000 Berlin/Zürich sowie Studierender der School of Architecture aus Casablanca, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Universität Delft produziert.

http://www.hkw.de/de/programm2008/wueste_der_moderne/projekt-detail_3.ph...

zurück