Mit Ohnmacht verkleidet gehe ich aus, Rachid Abu Ghaziyin


Das Zimmer der Fremdheit

Der Morgen ist das Zimmer der Fremdheit
Meine Gefühle wälzen sich
in zementiertem Schlamm
Ich tauche ein bis ich mich fast
selbst auflöse

Der Kummer peitscht mich mit den Wölfen der Leere
Das Zimmer speit mich zur Ohnmacht aus
Das Bett ist ein Schoß schwermütiger Gefühle,
in dem ich mich voll Wahnsinn mit Körper und Seele vereine

Ich folge meinem Wahn zu einem währenden Moment,
der mich von allen meinen Seiten umschließt und dann abbricht

Wenn ich mit Ohnmacht verkleidet ausgehe
meiden mich die Menschen,
als käme ich aus verseuchten Jahrhunderten
Ich laufe auf Straßen, weiß
von den Fehlern des Schnees

Ich stoße mein Vorhaben zu den letzten Hürden hin
Dann fallen die Samen der Sicherheit

Aus dem Arabischen von Abdellatif Aghsain